Opendata – warum eine freie Gesellschaft “offene” Daten braucht.
Wir befinden uns im Übergang zur Wissensgesellschaft. Dieser Übergang ist geprägt von revolutionären technischen Innovationen die das Potential haben unsere Gesellschaft so nachhaltig zu verändern wie einst die Erfindung der Buchpresse. Dieser Übergang ist geprägt von Verteilungskämpfen. Dabei geht es um die Frage wie unsere Gesellschaft den Zugang zu Wissen – als Kulturgut – organisiert, also um die Verfasstheit der Wissensgesellschaft. “Informationen sind das Gold des 21. Jahrhunderts” – heißt es. Auf der einen Seite versuchen Verwertungsindustrie und ihre Lobbygruppen den Zugang zu Wissen und Informationen durch Ausschluss und künstliche Verknappung zu regulieren und dadurch ihre Geschäftsmodelle und Marktstrategien zu verteidigen. Auf der anderen Seite streiten unterschiedliche Gruppen der Zivilgesellschaft für den freien Zugang zu Wissen und Informationen, als Kulturgut und gegen diese künstliche Verknappung.
In dieser Veranstaltung zum Thema Opendata in der Reihe Openeverything Fokus Berlin wollen wir die Interessen der Verschiedenen Player in diesem Verteilungskampf beleuchten und so die soziale und politische Dimension der Forderung nach freiem Zugang zu Informationen, Wissen, Daten diskutieren. Im ersten Teil wird Franziska Heine über das “Free Culture Forum”, das Anfang November in Barcelona stattfand, berichten und die dort geschriebene Charter vorstellen. Im zweiten Teil wird Daniel Dietrich eine allgemeine Einführung zum Begriff Opendata präsentieren um dann die konkreten Ziele und Projekte des Opendata Network hier in Deutschland zu erörtern. Anschliessend wollen wir mit euch über die Vorgestellten Begriffe sowie die soziale und politische Bedeutung dieser Initiativen diskutieren.
Fragen für die Diskussion:
- Warum ist der freie Zugang zu Informationen so wichtig?
- Um welche Daten geht es eigentlich?
- Was bedeutet “frei”?
- Was bedeutet “offen”?



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